Lions-Club Brake

Unterstützung der Sonderschule in Salantai:



Geschichte:

Zu Zeiten der Kämpfe gegen der deutschen Orden stand hier eine starke Burg. Ursprünglich hieß das Dorf Skliaudziai, wo 1630 die erste Kirche erbaut und die erste Schule gegründet wurde.
Der Name Salantai wurde zum ersten Mal im Jahre 1638 erwähnt. 1746 wurden der Siedlung Stadtrechte zugesprochen. Die Siedlungen und Güter um Salantai und die Stadt selbst waren im Besitz einiger litauischer Aristokratie - Familien.
Im 19. Jahrhundert gehörte die Stadt der Familie der Gorskis, die mit vielen Familien des litauischen und polnischen Adels verwandt war.
Es gab etwa 80 Geschäfte und Händler, eine Wassermühle und sogar eine Poststation.
Die wohlhabenden Geschäftsleute handelten vor allem mit Flachs und Leinsamen. Diese Produkte wurden in den Hafenstädten Klaipeda und Liepaja (Estland) umgesetzt.
Ein weiteres Wachstum der Stadt haben die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts, sowie das Auftreten der Pest verhindert.
Während der Zeit der Unabhängigkeit Litauens - nach dem Ende des 1. Weltkrieges - gehörten zu Salantai 62 Weiler und Dörfer mit insgesamt 10 000 Einwohnern. In Salantai gab es zu dieser Zeit neben den Verwaltungseinrichtungen eine Molkerei, ein Flachshandelszentrum, ein Elektrokraftwerk und eine Grundschule. Der heutige Ortskern ist in diesen Jahren gestaltet worden.
Die erste Kirche in Salantai - 1630 als Holzkirche errichtet - wurde während der schwedischen Invasion 1710 zerstört.
Heute wird Salantai von der zweitürmigen neugotischen Backsteinkirche überragt. Sie wurde in den Jahren 1906 bis 1911 nach Entwürfen des Architekten Karl Eduard Strandmann gebaut.



Die Bevölkerungszahl betrug um 1920 etwa 1700 Bewohner. Ein großer Brand im Jahre 1926 und die Ereignisse während des 2. Weltkrieges haben viele Opfer unter der Bevölkerung gefordert. Heute zählt Salantai 2 400 Einwohner.
Aus der Gegend von Salantai stammt der litauische Dichter und Aufklärer Motiejus Valancius.